Kategorie: Aktuelles

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#30jahrefeedthehungry Teil 4

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In meinem kleinen Einführungsvideo von vorletzter Woche, habe ich ja auch darüber gesprochen, nicht nur auf 30 Jahre Feed the Hungry zurück zu schauen. Ich möchte heute zeigen was wir jetzt in Albanien tun. Das Erdbeben in Albanien, kurz vor Weihnachten 2019, hat viele Todesopfer gekostet. Menschen haben alles verloren. Mit meinem Sohn Philipp war ich kürzlich dort und wir haben Lebensmittel verteilt und Gottesdienste abgehalten. Philipp hat sich als angehender  Mediziner um einen kleinen verletzten Jungen gekümmert. Was wir in der nächsten Zeit in Albanien machen, geht aus dem video hervor. in der kommenden Woche geht es dann wieder in die Vergangenheit, in den Bosnienkrieg.

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#30jahrefeedthehungry Teil 2

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Wie angekündigt hier die kurze Geschichte über Benny. (Auf dem Foto springt er grade über eine Pfütze) Er war mein „Bodyguard“ in der ersten Zeit nach dem Zusammensturz des Regimes in Albanien. Ich brauche Schutz nicht weil ich so wichtig war oder wichtig vorkommen wollte. In dieser Zeit waren alle Ausländer in der Gefahr überfallen zu werden, weil damals Ausnahmezustand herrschte. Dazu kam das ich Benny brauchte zum übersetzen. Heute würden man Benny einen „Networker“ nennen. 

Er schien jeder zu kennen.  Und er wusste wo es zum Benzin gab. Nicht weil es knapp war, mehr weil niemand wirklich wusste wo es Benzin gab. Benzin bekam man dann an verschiedenen Straßenecken in Tirana. Aber es war nicht immer 100% Benzin, sondern wurde gepanscht. Auch sicheres Essen war schwer zu bekommen. Heute ist Tirana voll mit guten Restaurants. Natürlich auch „McDoof, „Colonel Sanders“ und „Bürger König“. Die ich allerdings auch heute nicht zu den Guten zähle. 

Es gab eigentlich nur eine Pizzeria damals in der Stadt, die für europäische Verdauungsysteme geeignet war. So hatten wir jeden Tag Pizza. Zwei Wochen lang. Mal mit Tomaten & Käse, mal mit Käse & Tomaten. Benny habe ich immer eingeladen. Am Tag vor meiner Abreise wollte er es sich nicht nehmen lassen, ein paar Leute einzuladen. Wir gingen an den alten Busbahnhof in Tirana (Foto). Benny bestelle voller Stolz. Es gab nur „Hot Dogs“. Ich kürze die Geschichte hier ab. 

Die ganze Story gibt es zu lesen in meinem Buch „Wenn die Fliegen in der Küche sind“. Als alle schon nach zwei Stunden krank wurden, war mir klar, dass da irgendwas falsch war. Also sofort raus damit. Einer im Team wäre an einer Blutvergiftung fast gestorben. Später fanden wir heraus, dass der Busbahnhof nicht nur „Umschlagplatz“ für viele Reisende war, sondern auch für Ratten- und Hundefleisch.

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#30jahrefeedthehungry Teil 3

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Wie bei den letzen Posts bleibe ich heute noch mal bei Albanien. 1998/99 gab es die Kosovo Krise. Aber es blieb nicht bei einer Krise, es wurde ein bewaffneter Krieg mit vielen zivilen Opfern. Damals halfen wir mit Lebensmitteln den Flüchtlingen an der Grenze Kosovo/Albanien. Die Menschen kamen zu Fuss sogar auf Lastwagen. Zum Teil wurden sie hinter Stacheldraht fest gehalten. Damals entstand mein Foto mit dem Brot über dem Stacheldraht, dass später unsere Trucks in USA zu sehen war.

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#30jahrefeedthehungry Teil 1

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Wie neulich in unserem kurzen Film angekündigt, ein Rückblick auf 30 Jahre Feed the Hungry. Diesen Rückblick wollen wir aber nicht nur in Instagram eigne, sondern auch auf unserer Homepage und auf Facebook.

Lassen Sie sich nicht von der schlechten Bildqualität der Bilder abhalten die Bilder anzuschauen und den Text zu lesen. Die Bilder sind jetzt auch fast dreißig Jahre alt. Albanien war vor dreißig Jahren mein erster Einsatzort für Feed the Hungry. Auch damals gab es schon Abschiebungen ins Heimatland. Auf dem Flug mit Tyrolean Air von Wien nach Tirana, saßen zwei Männer in Handschellen. Keine Ahnung warum. Neben zwei Flugbegleiterinnen, war nur noch ich an Bord. Nach dem Zusammenbruch des Hoxha Regimes lag das Land am Boden. Ein Land das in der Verfassung erklärt hat, dass es keinen Gott gibt. Das haben wir natürlich sofort geändert. Nicht die Verfassung aber die Auffassung über Gott und JESUS. Auf dem damals trostlosen „Skanderbeg-Platz“ in der Hauptstadt, haben wir Gottesdienste abgehalten und Essen verteilt. 

Die vier Mädchen waren, so denke ich, die ersten Waisenkinder die wir als Feed the Hungry Deutschland versorgt haben. Heute sind es weltweit 280.513 Kinder. Am Freitag erzählte ich hier die Geschichte von meinem „Bodyguard“ Benny. 

Mehr auch dazu in meinem Buch „Wenn die Fliegen in der Küche sind“

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Flüchtlinge in Beirut

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Mir ist schon bewusst, dass vielen Menschen in Deutschland das Thema „Flüchtlinge“ schon fast egal ist. Uns als Feed the Hungry ist es nicht egal. Mir als Verantwortlichen ist es auch nicht gleichgültig. Kühn behaupte ich einmal, dass ich durch meine Reisen beurteilen kann, warum Menschen aus ihren Heimatländern fliehen. Als Feed the Hungry Mitarbeiter bin ich in den Ländern unterwegs, aus denen die Menschen nur raus wollen. Kürzlich war ich an der syrischen Grenze. Leben kann man das nicht nennen. Die Behörden zwingen die Männer zurück zum Militärdienst. Wer nicht geht, der geht dann ins Gefängnis. Sollte jemand sich vom muslimischen Glauben abgewandt haben, dem droht der Tod. In Beirut arbeiten wir mit dem „Life Center“, einer Kirche nur einen Steinwurf entfernt vom Hisbollah Stadtteil. Dort haben wir als Feed the Hungry jetzt ein offizielles Büro aufgemacht. Dutzende Familien kommen hierher, um Lebensmittelpakete zu holen und um überhaupt leben zu können. Arbeit gibt ihnen niemand. Wenn ein Geschäft oder Unternehmer trotzdem Arbeit an Flüchtlinge gibt, droht eine empfindliche Geldstrafe. Für kleinere Firmen wäre das der Bankrott. Das alles hat sich erst in den letzten Wochen entwickelt. Die Polizei fährt in ziviler Kleidung durch die Stadt. Wer sich nicht ausweisen kann, kommt in einen Bus – oft mit Gewalt. Endhaltestelle des Busses ist Syrien. Helfen Sie uns bitte, dass wir noch mehr Familien in Beirut unterstützen können. Es kommen mehr Flüchtlinge von dort zu uns, als wir versorgen können. Video:

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Heuschreckenplage

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In den letzten Wochen sind wir immer wieder angesprochen worden, ob wir in irgendeiner Weise etwas tun für Coronaopfer oder zum Schutz von Menschen vor dem Virus. Nein das tun wir nicht. In den ersten Tagen und Wochen haben wir zwar darüber nachgedacht, aber dann doch Abstand genommen. Die Preise für Atemmasken haben sich zum Teil verdreifacht. Dazu kommt, dass wir nicht hätten kontrollieren können ob die Masken in China wirklich an Betroffene gehen würden. Das ist aber eines unserem obersten Gebote, sicher zu stellen dass unsere Hilfe auch dahin kommt wo sie hin soll.

Stattdessen beobachten wir die Heuschreckenplage in Afrika mit Sorge. Bei unseren Partner in Kitgum/Uganda kommen sie sogar bis ins Büro hinein. Wir hoffen inständig, dass unsere Versorgung der Waisenkinder in Uganda nicht zu sehr von der Plage beeinträchtigt wird. Wir halten Sie auf dem laufenden.

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#30jahrefeedthehungry

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In 2020 feiern wir 30 Jahre Feed the Hungry. Grund genug zurück zu blicken. Das wollen wir tun indem wir von Projekten aus vergangenen Tagen erzählen, aber auch nach vorne blicken wollen, was in der nächsten Zeit anstehen soll. Seit einigen Tagen sind wir auch auf Instagram zu finden. Dort werden wir zwei bis dreimal die Woche über uns erzählen. Folgen Sie uns auch schon ? Videolink

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Nach Pappnase kommt Osterei

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Gut vorstellen kann ich mir, dass nach Aschermittwoch alle Osterartikel dann erst richtig die Regal der Supermärkte füllen. Es ist ja eigentlich immer so. Nach Weihnachtsmännern, kommen Silvesterknaller, Valentinstag, Karneval und dann Ostern. Warum schreibe ich das? Singen Sie gerne? Dann habe ich vielleicht für die Osterwoche etwas für Sie. In Essen findet in diesem Jahr zum ersten mal die Passion statt. Ein Riesen Event um die größte Geschichte der Welt. Das Leben, sieben und Auferstehung von Jesus Christus. Die Besetzung der Schauspieler und Künstler steht schon fest. Ist aber noch nicht offiziell. Nur eines darf schon verraten werden. Thomas Gottschalk wird die Geschichte erzählen. Und SIE können im Chor mitsingen. Gehen Sie auf diesen Link und melden Sie sich an. Ich selbst werde auch dort sein aber nicht singen…….

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Interview mit Pastor Festim Hoxha Fier/Albanien

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Als Jemand der mit Medien groß geworden ist und selbst darin gearbeitet hat, weiß ich wie schnell das Interesse der Medien an einer Katastrophe endet. So auch nach dem Erdbeben in Albanien ende 2019. Wenn TV Teams ihre Kameras einpacken und die Stative zusammen schieben, bleiben wir und Gott sei Dank auch viele andere Hilfsorganisationen. Medien haben kaum Interesse daran wie es weitergeht und ob es überhaupt weitergeht. Da sind dann Reportagen wie gestern im Deutschlandfunk leider die Ausnahme. Wir als Feed the Hungry bleiben und helfen weiter. Was Pastor Festim Hoxha von der ICF Kirche in Fier/Albanien, noch vor hat, schildert er in diesem kurzen Interview. Wir wollen dabei helfen. Was ist mit Ihnen? Zum Interview.

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Brexit, Megan & Harry waren kein Thema

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Wenn man in diesen Tagen nach England reist, dann ist Brexit natürlich immer noch ein Thema, obwohl der Brexit ja seit einer Woche erledigt und vollzogen ist. Auch die Abdankung von Prinz Harry und seiner Frau Megan ist der immer noch Thema unter den Briten. Uns trifft natürlich der Brexit auch hart. Aber als Feed the Hungry Team hier in England hatten wir andere Themen zu besprechen. Wie geht es weiter mit unserer Hilfe für Waisenkinder in Nepal. Deshalb haben wir zwei unserer Mitarbeiter aus Janakpur nach England eingeladen um vieles zu besprechen. Neben der Arbeit unter missbrauchten Mädchen in Kathmandu, helfen wir auch Waisenkindern in Janakpur. Diese Kinder gehören fast ausnahmslos zu den sogenannten „Cat Catchers“. Das ist innerhalb der untersten Kaste, den Dalits, die allerletzte Stufe. In höheren Kasten liegen diese Menschen noch unter den Tieren. In der Gegend der Rat Catchers, haben wir dort Reisfelder gekauft und die erste Ernte ist der absolute Wahnsinn gewesen. Einen Teil der Ernte konnten wir sogar verkaufen um durch den Erlös die Schule weiter zubauen. Jetzt sind wir in Überlegungen auch Gemüse anzubauen. Darum gehts es bei unserem Meeting. Natürlich darf bei allen Besprechungen auch Geselligkeit nicht fehlen. Und das haben wir am Mittwoch bei Pratik (Bild Mitte) gemacht. Er besitzt in Leicester das Restaurant „Lilu“. Aber er serviert nicht nur ausgezeichnetes Essen, sondern macht an jedem Tisch mittels der Speisekarte Werbung für Feed the Hungry. Seinen Gästen macht er bewusst, dass während sie essen, in anderen Teilen der Welt Menschen hungern. Und seine Gäste reagieren darauf und spenden. Wenn Sie mal in England und in der Nähe sind, kann ich einen Besuch nur empfehlen.

LILU Fine Dining 

76 Highcross Street

Leicester, LE 1 4NN